Soloshows #1

Network of Arts organisierte für diese Ausstellung eine öffentliche Ausschreibung im Raum D-A-CH.

Wettbewerbsjury: Melissa Jetzer (Kuratorin und Kunsthistorikerin), Alessa Widmer (Kunsthistorikerin)

Verantwortlich: Florian Paul Koenig

Kuration: Melissa Jetzer

Durch einen Open Call wurden zehn Kunstschaffende ausgewählt, die in den Räumlichkeiten von Smart Talk und Network of Arts nun ihre Werke ausstellen. Jede Künstlerin und jeder Künstler zeigt eine Solo Show mit eigenem Titel.

Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag besucht werden.

12. Dez. 2020 — 9. Juli 2021

Corinne Vogel

*1983, Thun

Only her eyes spoke

Corinne Vogel kommt beim Malen in einen Zustand der Hingabe. Sie arbeitet im Stillen, denn dort findet sie Zugang zu einer Kraft, die sie bildlich auf der Leinwand festhält. Die Abstraktion erlaubt ihr, Unsichtbares und Fühlbares zu materialisieren. In der Zerstörung sieht sie viel Potenzial. «Der Prozess von Zerstörung und Erneuerung gleicht dem Leben», sagt sie.

Viktoria Koestler

*1985, Zürich

Lebenswege

«Ich male mit 24-karätigem Gold», setzt Koestler ihr Statement. Wo Licht ist, dort ist auch Schatten. In ihrer Kunst spielt sie mit Kontrasten und harmonisiert Gegensätze, um diese letztendlich wieder zu integrieren. Das Licht visualisiert die Künstlerin mit 24-Karat Reingold.

Ana Hofmann

*1987, Zürich

RAW

Ana Hofmann ist Fotografin mit einem Auge für Komposition. In der Bildserie RAW kreierte sie mittels Fotocollagen Landschaften, die kaum von realen Aufnahmen zu unterscheiden sind. Damit sprengt sie die Grenze der Realität und experimentiert mit Farbe, Wahrnehmung und Illusion.

Rainer Otto Hummel

*1968, Hergiswil

Jazz-Impro-Lines

Seit 25 Jahren verfolgt Rainer Otto Hummel sein zeichnerisches Schaffen, den Jazz-Impro-Lines. Im Zentrum steht die Qualität des einen Striches. Die One-Line-Zeichnungen entstehen jeweils direkt an Konzerten und wiederspiegeln das Gehörte und das Gesehene vor Ort. Das fliessende, rhythmische Element, die Dynamik, der Ausdruck, die Form der Musik und die Ausdehnung des Klanges im Raum beeinflussen den improvisierten Strich.

Petra Njezic

*1989, Aarau

Raumgebungen

Petra Njezic befasst sich mit malerischen Elementen wie Fläche, Farbe und Komposition. Das Flache, Plakative verliert sich im genaueren Betrachten und es entsteht eine Räumlichkeit und Tiefe. Dabei handelt es sich nicht um geschlossene, fiktive Orte sondern um die Intensität dieser Flächen und Farben, die ihre Wirkung auch auf den realen Raum streuen.

Emanuel Heim

*1992, Berlin DE

Umgebungen

Emanuel Heim malt intuitiv mit abstrakter Gestik und lässt sich von natürlichen Formen und Strukturen inspirieren. Er fand sich in einem neuen, immer gleichen Alltag wieder, der Erinnerungen aus seiner Kindheit in ihm auslöste. Diese gemischt mit Tagträumen stimulierten ihn visuell. Gemischt mit gesellschaftlichen und medialen Einflüssen entstand eine persönliche Serie «Umgebungen».

Ursula Müller

*1958, Solothurn

Woods

Ursula Müller fotografierte Pflanzen, beziehungsweise deren Schatten, des ältesten Botanischen Gartens Frankreichs in Montpellier. Ursprünglich wurde er als Kräutergarten im Jahre 1593 zu medizinischen Forschungszwecken angelegt und beherbergt heute rund 3000 Pflanzenarten. Inspiriert von der systematischen Pflanzenschule wählte die Fotografin einzelne Gewächse aus und fotografierte diese losgelöst von ihrem Körper.

Benedikt Notter

*1976, Luzern

Sammelsurium

Benedikt Notter zeichnet vordergründig nette und liebliche, hintergründig jedoch komplexe und teils düstere Dinge. Er kreiert eine neue Welt von seltsamer Schönheit, die poetisch, aber auch vielschichtig und intelligent ist. Notters Welt verlangt, dass man sich ihr zuneigt und sich Zeit nimmt.

Franziska Agrawal

*1979, Basel und München DE

Marker

Franziska Agrawals architektonischen Installationen wiederspiegeln die Erschaffung von Ordnung. Inspiriert vom Minimalismus kreiert die Künstlerin sich wiederholende oder miteinander spielende Figuren, die die Reduktion zelebriert und das Maximale umfasst. Es geht ihr um Gleichgewicht und die Transformation von dem, was ist. Ihre Arbeiten werden ortsspezifisch aus natürlichen Materialien hergestellt und lösen die Frage nach Anhaftung, Loslösung und Vergänglichkeit aus.